Hekate
15. Februar 2016
SIGILLENMAGIE
2. Mai 2016
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Creannas Tipp zum Lösen von Blockaden

Wenn man Blockaden lösen möchte, hilft es, zunächst damit zu beginnen, sich eine optimale Umgebung zu schaffen, die Ruhe und Schutz bietet und in der man sich wohlfühlt (das gilt ja im Grunde für jede magische Arbeit).

Man sollte dafür sorgen daß man nicht durch Besucher oder andere Einflüsse (zum Beispiel Lärm) gestört wird. Man sollte sich genug Zeit nehmen, um sich auch wirklich entspannen zu können. Telefone und Türklingel sollte man ausschalten. Im Freien sollte man eine einsame Stelle aufsuchen, wo garantiert niemand vorbeikommt. In dem Raum oder an dem Ort im Freien, wohin man sich zurückgezogen hat, muß man sich wohlfühlen können. Ordnung und eine schöne Atmosphäre erzeugen gleichzeitig auch Ordnung im Kopf. Eine klärende Räucherung kann ebenfalls positiv beitragen. Alles Ablenkende und irgendwie Störende (auch gefühlsmäßig) sollte entfernt werden. Dinge, die angenehm sind, sollten die Atmosphäre bereichern.

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Wie man sieht, kann eine gute Grundlage schon durch relativ einfache Dinge geschaffen werden. Nachdem die weltlichen Widrigkeiten beseitigt sind, kann man nun ungestört und in Ruhe darangehen, sich um die seelischen Hindernisse zu kümmern. Dazu ist es natürlich erforderlich, diese überhaupt aufzuspüren und zu erkennen. Wer etwas von Psychologie versteht, kann versuchen, herauszufinden was ihn innerlich nervös macht. Natürlich ist es unmöglich, sich selbst objektiv zu betrachten und Diagnosen zu stellen, und selbstverständlich wird man so bei sich selbst nicht alles entdecken können, aber vielleicht gelingt es ja doch, der einen oder anderen Sache auf den Grund zu kommen, und das ist immerhin ein Anfang. Dabei ist der Blick besonders nach innen, auf das Unterbewußtsein, zu richten – soweit man es überhaupt zu erfassen versuchen kann. Aber alles, was das Unterbewußtsein beeinflußt, kann sehr leicht auch Blockaden erzeugen. Offensichtliches läßt sich schnell erkennen und beheben, doch die im Unterbewußtsein verborgenden Dinge sind für das Bewußtsein eben nicht offensichtlich. Hier hilft es nur, sich selbst im Alltag genau zu beobachten und besonders auf jedes noch so kleine Gefühl des Unbehagens zu achten. Bemerkt man ein solches, sollte man versuchen, so schnell wie möglich die Ursachen dafür herauszufinden und wenn möglich auch zu lösen. Je mehr Übung man mit der Zeit darin bekommt, umso wohler wird man sich auch fühlen und an Probleme oder Aufgaben ruhiger herangehen können.

2016-02-11 16.57.50Deshalb werde ich auf all meinen Seiten auch immer wieder betonen, wie wichtig es für eine Hexe ist, sein weltliches Leben im Griff und einen gefestigten Charakter zu haben. Magie kann zwar bei der Bewältigung des Alltags eine Hilfe sein, dessen weltliche Bewältigung aber keinesfalls ersetzen. Wer meint, daß Magie der Schlüssel sei, um ein verkorkstes Leben wieder geradezubiegen, der unterliegt einem häufig vorkommenden, bitterbösen Trugschluß. Hier wäre die Beschäftigung mit Magie in Wahrheit eine Realitätsflucht, die lediglich den Verdrängungsmechanismus einer möglicherweise vorhandenen Depression unterstützt und letztlich alles nur noch schlimmer macht. Sinnvoller wären die in die Magie investierte Zeit und Anstrengung genutzt, würde man sie dort einsetzen, wo sie wirklich nötig wären: zu weltlichen Bewältigung seiner Alltagsprobleme – selbst wenn man diese Zeit stattdessen „nur“ für eine Therapie nutzt. Erst wenn man sein Leben, seine Probleme und seinen Alltag aus eigener Kraft zu bewältigen in der Lage ist, dann besitzt man auch die Kraft und die Charakterfestigkeit, Magie sicher anzuwenden, um sich das Leben ein wenig schöner und leichter zu machen. Aber zurück zum eigentlichen Thema, dem Lösen von Blockaden. Natürlich kann man durch Selbstbeobachtung nicht erwarten, bald absoluten Frieden zu empfinden oder ein besserer Mensch zu werden, obwohl es durch Selbsterkenntnis einen kleinen Schritt in diese Richtung schon geben kann, aber das Sammeln von neuen Erkenntnissen hilft zunächst dabei, selbst Blockaden zu lösen und zu überwinden. Man findet so schneller Wege zu seinen Zielen, auf die man bisher einfach nicht gekommen ist.

Wenn man sich nur in gewohnten Bahnen bewegt oder tut, was andere schon vorher taten, kommt man zwar auch irgendwohin, aber es ist wahrscheinlich nicht das Ziel, das man selbst wirklich zu erreichen sucht. Das erzeugt Enttäuschung und Selbstzweifel, was wiederum zur Bildung von neuen Blockaden führt. Sobald man die Denkstrukturen eines anderen annimmt, geht man automatisch auch dessen Weg. Aber besonders bei der Magie sollte genau das eben nicht passieren. Man kann sich zwar Anreize holen, aber man sollte immer versuchen, sich selbst zu helfen – und das möglichst ohne ständig auf Bücher oder andere Informationsquellen zurückzugreifen. Vielmehr sollte das Ziel sein, sich hinzusetzten und ganz genau zu überlegen, wie man an sein Ziel kommen könnte. Was ist der richtige Weg, und was muß man dafür tun? Natürlich ist das alles mit sehr viel Zeit verbunden, aber letztlich erreicht man so auch genau das Ziel, das man selbst wirklich erreichen wollte, nicht ein vorgegebenes Ziel anderer. Man sammelt für sich Erfahrungen, die man auch in anderen Gebieten anwenden kann, und man wächst an sich selbst. Konzentriert man sich zu sehr auf die Anleitung anderer, passiert es schnell, daß man faul wird. Man verläßt sich zu sehr auf das, was versprochen wird, und da stört es auch bald nicht mehr, daß es nichts Eigenes ist und somit nicht zu einem eigenen Weg und einem eigenen Ziel führen kann.

fce53c1a85d903f1fe3a8cdc75530d4aAlle Anleitungen und Ratschläge – auch diese hier – können daher immer nur Denkanstöße sein, die durchaus auch in Frage gestellt werden dürfen und sollen, denn sicher gibt es noch viele andere Wege, so viele, wie es auch Menschen gibt, und sie können auch nicht zu jedem passen. Wer sie einfach nur dazu nutzt, zu lernen, sich selbst helfen zu können, dem ist damit schon geholfen. Magie ist eine Lehre, die einem stetigen Wandel unterworfen ist und aus vielen Blickwinkeln betrachtet werden kann. Die Sumerer haben sie anders gesehen als die Ägypter, die Griechen oder die alten Germanen, im Mittelalter sah man sie wieder anders, vor hundert Jahren hatte sich nochmals alles geändert, heute hat man ein neues Bild, und morgen wird man die Lehren von heute wieder verändern. Und nicht umsonst gibt es inzwischen so viele verschiedene Richtungen, Themengebiete und Betrachtungs- und Herangehensweisen, was Magie betrifft. Deshalb kann keine von wem auch immer aufgestellte These bezüglich Magie als unumstößliche Tatsache angesehen werden, denn morgen kann sie schon wieder zerbrechen. Man kann nur Richtlinien aufzeigen, die auf Erfahrungswerten beruhen, und die Empfehlungen beinhalten, wie man unterbewußte Mechanismen in Gang setzen kann. Jeder trägt eine individuelle Wahrheit über das Funktionieren von Magie in sich, und welche das ist und wie man sie erfahren und benutzen kann, muß letztlich jeder für sich selbst ergründen, denn keine zwei Wege sind gleich, so wie auch das Unterbewußtsein bei keinen zwei Menschen gleich ist. Der Weg der Magie ist sehr verzweigt. Selbst wenn man nicht genau das herausfindet, was man eigentlich zuvor angestrebt hatte, so findet man doch zahlreiche Erkenntnisse, die auch bei anderen Dingen hilfreich sein können. Je mehr man sich also mit sich selbst und seinem Umfeld (dem sogenannten persönlichen Erfahrungsraum) beschäftigt, umso mehr baut man nach und nach Blockaden ab.

Man findet selbst Wege dazu, und das ist auch etwas, was einem keiner abnehmen kann, denn niemand kann einem anderen in den Kopf sehen. Man kann nur jemandem dabei helfen, die Augen für sich selbst zu öffnen. Sehen muß er jedoch ganz allein.

Creanna
Creanna
Ich - Creanna, praktizierende Hexe - habe mir eine Aufgabe gestellt zum Nutzen der Welt und zum Wohlgefallen der edlen Herzen. Jener Herzen, zu denen ich mich hingezogen fühle und jener Welt, in die mein Herz blickt.

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